Biografie


Bild: Heiner Siefken
Christian Palm erhielt in seiner Heimatstadt Leipzig eine grundlegende musikalische Erziehung auf dem Cello und als Mitglied des Thomanerchores. Nach einem Medizinstudium an der Universität Witten/Herdecke absolvierte er zunächst das Musiktheater-Studium an der Folkwang-Hochschule in Essen, wo er bereits wesentliche Impulse durch Prof. Ulf Bästlein (Graz) erfuhr und sein Studium mit Auszeichnung (Diplom) beendete. Wertvolle künstlerische Impulse erhielt Christian Palm durch Meisterkurse u.a. bei Prof. Helmut Rilling, Prof. Edith Wiens, Prof. Thomas Quasthoff und Prof. Charles Spencer, weiterhin durch Michael Volle und Ingeborg Danz. Christian Palm war Stipendiat des Richard-Wagner-Verbandes und der Hans-Haake-Stiftung. Er gewann Preise bei mehreren Liedwettbewerben, darunter den Kulturpreis der Stadt Unna. Christian Palm machte sich einen Namen als Konzertsänger. Konzerte mit Oratorien wie Matthäuspassion von Bach, Händels Messias oder das Deutsche Requiem von Brahms führten ihn u.a. in die Philharmonie Essen, an die Glocke in Bremen, Aalto-Theater Essen, in die Thomaskirche Leipzig, den Dom zu Meißen, das Freiburger Münster, die Liederhalle Stuttgart, in Philharmonie und Gürzenich in Köln, nach Japan, Litauen, Russland, Portugal, Spanien und Frankreich. Er konzertierte u.a. mit dem Gewandhausorchester Leipzig, der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen, der Neuen Philharmonie Westfalen, den Bochumern Symphonikern, den Bergischen Symphonikern, der Südwestdeutschen Philharmonie und diversen Barockorchestern wie der Kölner Akademie, dem Göttinger Barockorchester, dem Johann-Rosenmüller-Ensemble, Pratum Integrum aus Russland, Brabantsch Muzyk Collegie in Holland, dem Barockorchester Karlsruhe, der Bachakademie Tokyo und dem Kölner Barockorchester. Ende September 2013 sang er beim 62. Mozartfest Deutschland in Mozarts “Grabmusik” die anspruchsvolle Bass-Partie. Im Herbst 2014 sang er die Bass-Partie der H-Moll-Messe in einer Aufführung der Bachakademie Tokyo in der Suntory-Hall in Tokyo unter der Leitung von Ryuichi Higuchi. In der Kölner Philharmonie sang er 2015 die Partie des Jesus in Bachs Johannespassion, zudem in dieser Saison die selten zu hörende Bass-Partie in "De Profundis" von Ropartz bei der Vocalise Potsdam. 2016 wird er unter anderem im Aachener Dom und in der Abtei Brauweiler in Köln in der Matthäuspassion zu hören sein.In Liederabenden trat er z.B. bei den Ludwigsburger Festspielen, beim Speyerer Liedersommer, beim Festival “Moments Musicaux” in der Normandie und bei dem renommierten International Ch.Frenkel Villa Summer Festival in Siauliai (Litauen) in der Jascha Heifetz Hall auf. Bühnenerfahrung
Bühnenerfahrung sammelte Christian Palm zuerst als Papageno in Kurt Horres’ Inszenierung der Zauberflöte und als Lockit in The Beggars Opera der Folkwang-Hochschule. Als Ensemblemitglied der Pocket Opera Company Nürnberg unter Peter Beat Wyrsch ergänzte er sein Repertoire durch zeitgenössische Operndarstellungen. Nach dem Studium folgte ein dreijähriges Engagement bei der Jungen Oper Köln, wo er den Besenbinder in „Hänsel und Gretel“, Gulglielmo in „Cosi fan tutte“, Giovanni in „Don Giovanni“, Frank und Falke in der „Fledermaus“, Pluto in „Orpheus in der Unterwelt“ und den Sprecher in der „Zauberflöte“ sang. Weitere solistische Engagements führten ihn an an die Städtischen Bühnen in Wuppertal, Städtische Bühnen Münster, Theater Mönchengladbach/Krefeld und an das Nationaltheater Mannheim, wo er in modernen Produktionen wie „Krabat“ von Zellner, aber auch in „Don Carlos“, „La Cenerentola“ und “Vetter aus Dingsda“ z.B. den Dandini sang. Zuletzt sang Christian Palm die Hauptpartie des Schütz in Lucia Ronchettis “Prosopopeia” in Kassel und beim Heinrich-Schütz-Fest in Gera, produziert und gesendet vom MDR und DeutschlandRadioKultur. Weitere Hauptrollen waren in den vergangenen Spielzeiten die Partie des Paul Celan in der Oper “Herzland” von Sarah Nemtsov im Jüdischen Zentrum München sowie in Mainz in der „Bordellballade“ von Moritz Eggert die Partie des Alfred. Es folgte eine Produktion der Händel-Oper „Cesare“ in barocker Gestik mit dem Hassler-Consort in Ravensburg und Ulm. Viel Beachtung fand seine Darstellung des Pilatus in einer szenischen Umsetzung der Bachschen Johannespassion in Kooperation mit der Oper Bonn 2011 in der Kreuzkirche Bonn. In Wagners Ring für Kinder sang er in dieser Spielzeit den Alberich bei der Jungen Oper Münster.